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Informationen zu Wurzelware

 

Was bedeutet eigentlich Wurzelware oder wurzelnackte Pflanzen?

Pflanzen werden in ganz unterschiedlichen „Wurzelverpackungen“ angeboten. Es gibt Containerware, Ballenware oder eben Wurzelware. Die Baumschule Feldmaus bietet hauptsächlich wurzelnackte Pflanzen zum Verkauf an. Die Bezeichnung „wurzelnackt“ (Abkürzung WN) bedeutet, dass die Pflanzen ohne Erdballen um die Wurzel geliefert werden, die Wurzeln also sozusagen "nackt" sind.

Was ist der Vorteil von wurzelnackten Pflanzen?

1.    Geringer Preis
Der unschlagbare Vorteil von wurzelnackten Pflanzen ist: Sie sparen richtig viel Geld, denn wurzelnackte Pflanzen sind im Einkauf viel günstiger als vergleichbare Pflanzen aus dem Topf (Containerware) oder mit Erdballen. 

2.    Günstige Transportkosten
Bei Container- oder Ballenware muss häufig schon bei kleineren Pflanzmengen auf Grund des hohen Erdgewichtes der Spediteur tätig werden. Die wurzelnackten Pflanzen können hingegen selbst bei größeren Stückzahlen noch im Paket verschickt werden. Außerdem freut sich die Umwelt, dass nicht ein so großes Volumen hin und her transportiert werden muss.

3.    Leichte Handhabung
Wurzelware lässt sich leichter handhaben und tragen. Ein Bündel mit 50 wurzelnackten Pflanzen tragen Sie leicht in die hinterste Ecke Ihres Gartens oder Grundstücks, genau dort, wo sie die Pflanzen eingraben möchten. Mit Ballen oder Container ist das eine größere Schlepperei.

4.    Weniger Erdaushub nötig
Für wurzelnackte Pflanzen müssen Sie nicht so große Pflanzlöcher graben! Das mag bei einer oder zwei Pflanzen nicht so sehr ins Gewicht fallen – wenn Sie jedoch 50 kleine Bäume pflanzen oder eine längere Hecke pflanzen wollen, macht sich das auf jeden Fall bemerkbar. 

5.    Gute Anwachsergebnisse
Auf längere Sicht haben Sie mit Wurzelware häufig bessere Anwachsergebnisse. Die Containerpflanze, die in ihrem Substrat verpflanzt wird, lebt nach wie vor im „Paradies“ - im optimal gedüngten Substrat ihres Topfes. Daher geht es ihr auch nach dem Verpflanzen zunächst sehr gut. Sie „merkt“ die Veränderung kaum und treibt kräftig aus. Doch dann kommt die Stunde der „Wahrheit“. Eine längere Trockenperiode kann einer Containerpflanze, die noch keinen Anschluss an die Umgebung gefunden hat, schnell den Garaus machen. Auch wenn sie erstmals aus der perfekten Container-Umgebung in die „raue Wirklichkeit“ wurzelt, kann dies zu einem „Pflanzschock“ führen. Auf diese Schwierigkeiten ist die Pflanze nicht eingestellt und ihr viel zu optimistischer Austrieb kann dann zu einem echten Problem werden. Die Anwachsschwierigkeiten von Containerpflanzen zeigen sich daher meist später.
Die wurzelnackte Pflanze hat dagegen bereits beim „Roden“, also bei der Herausnahme aus dem heimischen Feld einen deutlichen „Schock“ bekommen. Sie hält sich nach dem erneuten Einpflanzen daher etwas zurück und macht nur einen kleinen, vorsichtigen Trieb. Mit diesem überlebt sie auch die Schwierigkeiten der ersten Saison und geht bei kleineren Problemen nicht gleich ein.

Haben wurzelnackte Pflanzen denn auch Nachteile?

Wenn Sie Wurzelware verpflanzen wollen, haben Sie dazu grundsätzlich rund 7 Monate im Jahr Zeit, nämlich Mitte Oktober bis Mitte Mai, sofern der Boden nicht gefroren oder komplett durch Regen aufgeweicht ist. In dieser Zeit sind die Pflanzen in der Ruhephase. In den Monaten, in denen die Pflanzen blühen oder voller Blätter sind, können Sie sie als wurzelnackte Pflanzen allerdings nicht verpflanzen.
Die wurzelnackten Pflanzen, die nur während der blätterlosen Ruhephase entnommen und gepflanzt werden können, lassen einen Garten nicht unmittelbar grün erscheinen und somit sieht z.B. eine Hecke nicht auf Anhieb komplett fertig aus. Ein wenig Geduld braucht man also schon, bis die Pflanzen wieder austreiben. Über eine aufmerksame Pflege in den ersten Wochen nach der Pflanzung freuen sich im Übrigen alle Pflanzen!

Wie lange dauert es, bis man keine Unterschiede mehr zwischen Wurzel- und Containerware sieht?

In der Regel sieht man nach der ersten Saison keine Unterschiede mehr zwischen Wurzelware und Containerware. In seltenen Fällen kann es manchmal noch ein paar Monate länger dauern.

Was muss ich bedenken, wenn ich Wurzelware bestelle?

Wenn Ihre wurzelnackten Pflanzen bei Ihnen eingetroffen sind, packen Sie sie am besten erst einmal aus, damit sie „atmen“ können. Sollten Sie nicht gleich die Möglichkeit haben, die Pflanzen einzusetzen, weil Ihnen die Zeit fehlt oder der Boden ungeeignet ist, schützen Sie sie vor allen Dingen vor dem Austrocknen. Wurzelnackte Pflanzen mögen absolut keine Trockenheit!

Lagerung von wurzelnackten Pflanzen
Zum Lagern der Wurzelware können Sie sehr gut die Folie nutzen, in der Ihnen die Pflanzen eingewickelt sind, wenn Sie Ihnen von  der Baumschule-Feldmaus zugeschickt werden. Dazu entfernen Sie die Folie erst mal komplett von den Pflanzen und feuchten die Wurzeln gut an. Danach wickeln Sie die Folie nur um die Wurzeln (!) wieder herum.  
Sie können die Wurzelware auch „einschlagen“, d.h. die Pflanzen werden provisorisch mit Erde bedeckt, damit sie sich wieder mit Wasser und Nährstoffen versorgen können. Dazu graben Sie ein Loch, in das Sie die Pflanzenbündel hineinstellen und diese soweit wieder mit Erde zuschütten, bis die Wurzen und noch einige Zentimeter darüber mit Substrat bedeckt sind.
Sie können die Pflanzenbündel auch an einen wind- und zugluftgeschützten Platz legen und die Wurzeln mit feuchten Lappen oder Tüchern bedecken. Die Tücher müssen auf jeden Fall feucht gehalten werden, indem man sie täglich mit einer Gießkanne ein bisschen begießt. Insgesamt ist Lagerung also möglich, nur sollten Sie diese nicht übermäßig weit ausdehnen und regelmäßig nach Ihren Pflanzen schauen.

Wofür eignet sich Wurzelware besonders?

Wurzelware eignet sich grundsätzlich für jeden, der Bäume, Hecken, Büsche oder Sträucher pflanzen möchte, und der nicht sofort einen perfekten Sichtschutz oder den fertigen Garten erwartet. Ob Heckenpflanzung, Neuanlage, Ergänzungspflanzung oder Umstrukturierung des Gartens: Baumschule-Feldmaus liefert an die Hobbygärtnerin sowie an den aufforstenden Waldbesitzer oder die Grundstücksinhaber, die ihrem Garten und ihren Pflanzen ein bisschen mehr Zeit geben, um im Einklang mit der Natur auszutreiben und anzuwachsen.

Wieviel Abstand muss ich zwischen den Pflanzen lassen?

Pflanzabstände sind individuell und richten sich im Wesentlichen danach, was Sie mit Ihrer Pflanzung erreichen möchten. Geht es Ihnen um einen schnellen, blickdichten Schutz, können und müssen Sie mehr Pflanzen pro Meter setzen, als wenn Sie nur eine lockere Begrünung planen. 
Das ist bei Wurzelware jedoch kein Problem, denn bei den extrem günstigen Preisen der Baumschule-Feldmaus fallen ein paar zusätzliche Pflanzen kaum ins Gewicht. Als Faustformel kann man sagen, dass Pflanzen der Größe 50-80 cm mit ca. 4-5 Pflanzen pro Meter gepflanzt werden können. Bei Pflanzgrößen von 80-120 cm sind es nur ca. 3-4 Pflanzen pro Meter.

Wie muss der Boden bei der Pflanzung vorbereitet werden?

Schaffen Sie vor allem gute Startbedingungen für Ihre Pflanzen! Das beginnt bereits mit dem Boden. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schauen Sie sich Ihren Boden erst einmal gut an. Nehmen Sie ein bisschen Bodenerde in die Hand: Ist der Boden eher lehmig (schmiert in der Hand gelblich/bräunlich ohne festere Steinpartikel) können Sie diesen mit Sand ein bisschen durchlässiger machen. Sandböden sind ohne weiteres gut für Pflanzungen mit Wurzelware geeignet, hier müssen Sie später nur gut und regelmäßig gießen. Am besten geeignet ist allerdings der humose Boden (fast wie Blumenerde), hier haben sie "freie Fahrt".
Jeden Boden kann man mit Eingabe von etwas Torf, Kompost oder Pflanzerde verbessern und in jedem Fall sollten Sie Ihren Boden vor dem Pflanzen etwas  durchlockern. Dies gilt besonders dann, wenn Sie ein Neubaugrundstück bepflanzen und die Baumaßnahmen den Boden verdichtet haben.

Wann sollte ich Wurzelware nicht pflanzen?

Wenn der Boden steinhart gefroren ist, lohnt die Mühe des Aufhackens nicht! Wurzeln mögen nicht mit gefrorenen Erdbrocken bedeckt werden. Ein guter Bodenschluss – sprich eine gute Verbindung zwischen Wurzeln und Erdreich – sollte immer gewährleistet sein. Auch wenn der Boden nach langem Regen absolut durchnässt und mit matschigen Pfützen bedeckt ist, ist keine gute Pflanzzeit, denn dann kann es zu einer ungewollten Wurzelfäule kommen.

Was hilft wurzelnackten Pflanzen beim Anwachsen?

Nach dem Einsetzen der Pflanzen sollten Sie diese um 20-30% zurückschneiden, denn wurzelnackte Pflanzen verlieren beim Roden Wurzelmasse, was durch den Rückschnitt wieder ausgeglichen werden kann.

Muss ich meine Pflanzen gleich am Anfang düngen?

Grundsätzlich nicht, aber eine kleine (!) Gabe beim Einpflanzen ist natürlich möglich. Ein natürlicher Langzeitdünger wie Hornspäne hat sich hier bewährt. Nach einigen Wochen, wenn der „Alltag“ bei den Pflanzen beginnt, kann eine weitere kleine Gabe sinnvoll sein. Also bitte nicht nach der alten (und falschen!) Gärtnerweisheit „viel hilft viel“ handeln!


Wie gehe ich am besten bei der Pflanzung vor? - Kurzanleitung -

 

  • Heben Sie ein nicht zu kleines Pflanzloch aus (die Wurzeln sollten ausreichend Platz darin haben) und lockern Sie den Grund der Pflanzgrube bei Bedarf auf.
  • Wässern Sie Ihre wurzelnackten Sträucher vor dem Pflanzen, in dem Sie sie für ca. ca. ½ Stunde in ein Wasserbad stellen.
  • Verbessern Sie den Boden/Aushub rund um das Pflanzloch bei Bedarf mit Sand, Kompost oder hochwertiger Pflanzerde.
  • Geben Sie eine kleine Menge Langzeitdünger (z.B. Hornspäne) mit in die Pflanzgrube
  • Stellen Sie das Gehölz tief genug und zentriert ins Pflanzloch, damit alle Wurzeln am Ende im Boden sind.
  • Füllen Sie das Loch mit dem Aushub auf und drücken Sie die Erde mit dem Fuß an.
  • Danach sollte die Stelle mit Hilfe eines Gartenschlauches satt eingeschlemmt werden.
  • Achten Sie in den nächsten Wochen auf einen ausreichend feuchten Boden, wobei das Gießen witterungsorientiert sein sollte - immergrüne Gehölze benötigen auch im Winter ausreichend Feuchtigkeit, weil sie diese laufend über die Blätter verdunsten!

 


Gibt es Dinge rund ums Pflanzen, die ich wirklich unterlassen sollte?

Mit ein paar Regeln, die es beim Pflanzen von Wurzelware zu beachten gilt, sind Anwachsschwierigkeiten größtenteils zu vermeiden.

1.    Zunächst mögen Ihre Pflanzen nicht austrocknen! 
Sie müssen also nach der Ankunft ausgepackt werden und die Wurzeln zumindest erst mal mit einem feuchten Tuch, zum Beispiel mit einem alten Handtuch abgedeckt werden. Noch besser wäre es, die Wurzeln der Pflanzen vorläufig einzugraben, Dazu gräbt man ein flaches Loch und stellt die Pflanzen im Bündel so hinein, dass mit dem Erdaushub die Wurzeln bedeckt werden können.

2.    Wurzelnackte Pflanzen mögen nicht in einen zu matschigen Boden eingegraben werden! 
Nach längeren Regenfällen und matschiger Erde also lieber ein paar Tage warten bis die Erde zwar feucht, aber nicht mehr klebrig-nass ist.

3.    Nach dem Auspflanzen brauchen Ihre Pflanzen Wasser!
Gerade wenn Sie Wurzelware in sehr trockene Erde gepflanzt haben, müssen Sie sie in den ersten Tagen regelmäßig gießen. Und dabei reichen nicht ein paar Strahlen aus der Gießkanne, sondern ein paar Eimer mit Wasser oder besser noch der Gartenschlauch dürfen es schon sein.

4.    Und dann möchten Ihre Pflanzen nicht vergessen werden!
Punkt 3 sollten Sie - natürlich je nach Witterung - ein paar Wochen lang beherzigen. Danach haben Sie angewachsene Pflanzen, die sich außer bei extremer Trockenheit regelmäßig selbst versorgen können und keine spezielle Pflege mehr benötigen.

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