Stauden im Garten: winterhart zum Staunen

Schon lange bei echten Gartenkennern beliebt, sind Stauden jetzt beliebter denn je bei Hausbesitzern, die sich erstmals einen Garten anlegen oder bei Gartenfreunden, die erste Schritte zum Thema Garten machen.
Stauden gibt es in vielen Formen und mit ganz unterschiedlichem Aussehen: bunte Blumen mit kleineren oder größeren Blüten, Gewürzpflanzen oder Kletterpflanze – für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die meisten Stauden sind  „winterhart“, d.h. sie verkriechen sich zwar mit Beginn der kalten Jahreszeit und nur ein bisschen braune Blätter und Stängel erinnern noch an die Farbenpracht des Sommers.
Doch dann kommt der Frühling und sie treiben wieder aus. Und das ist ja das, was wir möchten. Die ersten Sonnenstrahlen kommen und wir hatten noch gar nicht so viel Zeit, im Garten zu arbeiten oder neue Pflanzen zu pflanzen. Naja, die Stiefmütterchen im Topf vor dem Eingang mal nicht mitgerechnet. Aber jetzt kommen die ersten frühen Stauden ans Licht und sorgen schon mal für einen Farbtupfer im ansonsten noch etwas faden spätwinterlichen Garten.

Kurze Info: Was verstehen wir eigentlich unter einer Staude?

Unter Stauden verstehen wir mehrjährige Pflanzen, deren oberirdische Pflanzenteile nicht verholzen. Die Stauden, an die wir typischerweise denken und die  wir hier bei unserer Baumschule-Feldmaus für Sie bereit halten, sind mehrjährig, d.h. der Winter macht Ihnen nicht den Garaus, sondern sie überstehen ihn und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus. Das nennt man winterhart.
Die Pflanzenteile, die oberhalb der Erde sind, also Blüten, Blätter und Stängel bleiben grün und weich. Die bilden keine holzigen Äste oder Zweige, sondern „verwelken“ nach der Wuchs- und Blühzeit und sterben im Verlauf des Herbstes ab. Sie sacken teilweise richtig in sich zusammen, so dass auch hochwüchsige Stauden im Herbst nur noch eine flache Bedeckung ihrer Beete bilden.
Die Pflanzenteile, die unterhalb der Erde sind, bleiben als Zwiebeln, Wurzeln oder Knollen in der Erde vorhanden. Diese speichern Kraft und Nährstoffe des Winters und überwintern in der Erde, ohne dass wir sie noch gesondert schützen müssen.
Im frühen oder je nach Sorte auch späteren Frühjahr treiben die Pflanzen dann wieder aus und bilden aufs Neue grüne Triebe, Blätter und zum Teil prächtige Blüten. Wir als Gärtnerinnen und Gärtner können uns ohne viel Arbeit daran erfreuen.
 

Einige Vorschläge für schöne winterharte Stauden

Es gibt sehr viele verschiedene Stauden. Wir haben hier einige sehr hübsche zusammengestellt,  die wir robust unter freiem Himmel ziehen, so dass Sie diese ohne viel Vorbereitung in Ihrem Garten auspflanzen können. Und dann: viel Spaß mit diesen „Wundern“ des Wiederkommens…
 

Katzenminze
Eigentlich könnte diese Pflanze auch Bienenminze heißen, denn Bienen lieben diese Pflanze und nutzen die hellblau-weißen kleinen Blüten gerne als Landeplatz und als Senderin für Bienennahrung. Wir alle wissen, dass Bienen für uns und unsere Natur sehr wichtig sind und so können wir mit einer Ecke im Garten, die mit dieser wunderbar duftenden Pflanze bedeckt ist, schon mal unseren ersten kleinen Beitrag für Bienen und die Natur leisten.
Aber auch Katzen mögen diese Pflanze, woher ja auch der Name kommt. Sie erleiden keinen Schaden, weil diese für unsere Lieblingstiger nicht giftig sind. Und die Besitzerinnen und Besitzer oder wir Gartenliebhaber freuen uns an der langen Blütezeit von Mai bis September.
Die Katzenminze ist winterhart, sie mag es aber nicht, wenn ihre Wurzeln komplett einfrieren. Das mögen im Übrigen die wenigsten Pflanzen so richtig gerne. Haben wir die Katzenminze im Freiland, ist das kein Problem. Wir schneiden einfach die oberirdischen Pflanzenteile nicht schon im Herbst weg, sondern lassen sie über den Winter liegen. So sind die Wurzeln von oben gegen die Kälte geschützt und es wird regelmäßig an dieser Stelle auch ein Durchfrieren des Bodens verhindert.
Haben Sie Ihre Katzenminze im Topf, empfiehlt es sich, den Topf im Winter ein bisschen einzupacken, zum Beispiel mit einem Jutesack, einigen aufgehäuften Tannenzweigen oder einem Stück Gartenflies.
 
Lavendel
Ein Hauch von Provence, ein bisschen Urlaubsgefühl: das bringt uns der Lavendel in unsere Gärten oder vor unsere Haustür. Vor allem der Duft, der uns schnurstracks in den Süden entführt, macht diese Staudenart besonders beliebt. Auch Bienen mögen die lila-violetten Blüten mit ihrem – für Bienen wohl besonders leckeren – aromatischen Nektar.
Gerade eine größere Ecke kommt mit einer Vielzahl von Lavendelpflanzen besonders gut zur Geltung, ein mediterran gestalteter Topf kann bepflanzt mit Lavendel aber auch ein Highlight auf der Terrasse oder vor der Haustür sein. 
Lavendel sollte in besonders harten Wintern mit altem Sackleinen, Vlies oder Zweigen abgedeckt werden, wenn man kein Risiko eingehen kann. Mein Lavendel im Vorgarten hat noch nie diese Vorzugsbehandlung erfahren, ist aber nach wie vor üppig und gedeiht. Entscheidend sind die zwei Rückschnitte pro Jahr.  Im Frühjahr können Sie ihn relativ gründlich runter schneiden, allerdings ohne das alte Holz zu verletzen. Im Herbst knipsen Sie die verblühten Triebe ab und lassen ihn ansonsten so stehen.
 
Glockenblume
Diese Staude ist in Ihrem Garten eine wunderschöne Bereicherung. Nicht alle Sorten sind winterhart, die Glockenblumen, die wir im Angebot haben, kommen aber im Frühjahr wieder. Zarte bis kräftigfarbene  lila-violette Blüten in (ja!) Glockenform sind sehr hübsch und lassen sich auch mit vielen anderen weißen oder rosafarbenen Blüten gut kombinieren.
Auch hier gilt: ein gewisser Schutz im besonders frostigen Winter hilft Ihren Pflanzen beim Überwintern, doch hilft hier zum einen das Stehenlassen der verblühten Vegetation und zum anderen ein paar Tannenzweige ganz entscheidend.
 
Salbei
Lieben Sie das italienische Gericht „Saltimbocca“ oder die vegetarische Variante eines mediterranen Gemüseröllchens? Dann sind Sie mit Salbei genau richtig. Auch hier gilt, dass nicht alle Sorten winterhart sind, diejenigen, die wir im Angebot haben, überstehen aber den Winter und treiben bei Ihnen im Frühjahr wieder aus.
Den Salbei können Sie als Blütenstaude bei sich im Garten stehen haben. Das ziert und duftet und ist damit eine echte Freude. Sind Sie Feinschmecker und legen wert auf das besondere Aroma der Blätter, sollten Sie einige Exemplare extra haben, zum Beispiel im Kräuterbeet und dort die Blüten rechtzeitig entfernen. Denn bei nahezu allen Gewürzen gilt, dass das Aroma ein bisschen in die Blüten „abwandert“ und man bei den Küchenexemplaren auf das Blühen verzichten sollte.

Also auf zur Staude!

Winterharte Stauden sind in jedem Garten und für alle Gärtnerinnen und Gärtner eine Freude. Und mit wenig Mühe überstehen sie auch länger anhaltende Kälteperioden und treiben im nächsten Frühjahr wieder aus. Dann entdeckt man alte Bekannte wieder und freut sich auf die Blütenpracht, die „einfach“ ohne neues Pflanzen wiederkommt. Ein bisschen Frostschutz gerade an zugigen Ecken mögen die meisten Stauden. Nur bei denjenigen, die wir im Topf halten, ist der Frostschutz wirklich notwendig, damit wir uns im Frühjahr wieder an den neuen Trieben erfreuen können. Ein bisschen „Schal und Mütze“ (Umwickeln des Topfes mit Jute oder Vlies und ein bisschen Abdecken zum Beispiel mit Zweigen) dürften aber ausreichen und sind im Zuge des herbstlichen Aufräumens unseres Gartens schnell gemacht.
Schauen Sie gerne mal vorbei bei unserer Baumschule-Feldmaus (www.baumschule-Feldmaus.de).
Wir haben verschiedene schöne, winterharte Stauden für Sie im Angebot und versenden diese ganzjährig an Sie. Auch Informationen und persönliche Beratung halten wir für Sie bereit!