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Die Top 10 der Heckenpflanzen

Apr 8, 2016 | Pflanzenwissen

Welche Hecke passt zu mir?

Wer seine Grundstücksgrenzen umweltfreundlich und „grün“ einfrieden möchte oder sich mit dem Gedanken trägt, seinem Garten eine Struktur zu verleihen, der kommt an Hecken einfach nicht vorbei. Schnitthecken eignen sich gerade für kleine und schmale Gärten als ideales Gestaltungselement. Die Auswahl, welche Heckenpflanzen unserer Top 10 für Ihre Bedürfnisse die richtigen sind, hängt von verschiedenen Kriterien ab:

  • Laub- oder Nadelbaum?
  • Immergrün oder laubabwerfend?
  • Welche Funktion soll die Hecke erfüllen: Grenzbepflanzung, Zaunersatz, Sicht-oder Windschutz oder eher Gliederungselement?
  • Wie soll die Hecke aussehen – strenger Formschnitt oder lockerer Wuchs?
  • Wie sieht es mit der Bodenbeschaffenheit aus: schwerer Lehmboden oder leichter Sand?
  • Wuchshöhe?

Hat man diese Fragen beantwortet, steht man vor der Entscheidung, welche Pflanzen es schlussendlich sein sollen. Es gibt eine Vielzahl von Heckenpflanzen. Nicht jede ist für jeden Standort oder Aufgabenbereich gleich gut geeignet. Es gibt die sogenannten Klassiker unter den Heckenpflanzen. Das sind Sträucher, die sich besonders für die Heckenanlage eignen, weil sie  sehr robust, schnittverträglich und standorttolerant sind. Die Top 10 der Heckenpflanzen in Deutschland haben wir hier einmal für Sie zusammengetragen.

Blutbuche – edel im Schatten

Die Blutbuche ist eine Variante der grünblättrigen Rot-Buche mit besonders viel rotem Blattfarbstoff. Das Laub wirkt mit seinem dunklen, metallischen Glanz sehr edel. Es hat eine gelb-orange Herbstfärbung und haftet teilweise bis zum neuen Blattaustrieb im Frühjahr an der Pflanze. Blutbuchen für Hecken werden durch Aussaat vermehrt, weshalb die Laubfärbung – anders als bei veredelten Pflanzen – variieren kann. Rotbuchen und Blutbuchen haben identische Eigenschaften: Sie wachsen auch im Schatten, vertragen starke Rückschnitte bis kurz über dem Boden und eignen sich für sehr schmale Hecken. Die Bodenansprüche der Buchen sind relativ hoch: Sie bevorzugen nährstoffreiche, lehmige Böden. Auf nassem, saurem Boden wachsen sie nicht.

Hain-oder Weissbuche – anpassungsfähiger Windschutz

Der Name Hainbuche (Carpinus betulus) ist etwas irreführend, denn obwohl sie der Buche sehr ähnlich sieht, gehört diese Heckenpflanze zu den Birkengewächsen. Um echte Buchen und Hainbuchen unterscheiden zu können, braucht man sich nur die Knospen anzuschauen: Sie sind bei der Buche lang, spitz und gestielt, bei der Hainbuche kürzer und ungestielt. Das Laub hat einen frischgrünen Farbton und wirkt filigraner als Buchenlaub, da die Blätter dünner sind. Außerdem hat das Laub der Hainbuche ausgeprägte Blattrippen und es glänzt nicht so stark wie Buchenlaub, es färbt sich im Herbst goldgelb und haftet bis in den Winter hinein. In Schatten- und Schnittverträglichkeit steht die Hainbuche der echten Buche jedoch in nichts nach. An den Boden stellt sie wesentlich geringere Ansprüche: Er darf mäßig trocken bis feucht sein und auch aus reinem Sand bestehen. Hainbuchen wachsen nicht so gut an, deshalb sollten Sie wurzelnackte Heckenpflanzen schon im Herbst setzen und kleinere Pflanzware bevorzugen.

Berberitze – schön stachelig

Berberitzen sind der „Stacheldraht“ im Heckenpflanzensortiment. Der Schnitt dieser stacheligen Pflanzen ist nicht sehr angenehm, aber dafür halten sie ungebetene Gäste wie Hunde und Katzen zuverlässig auf Distanz. Auch optisch haben Berberitzen einiges zu bieten: Die sommergrüne Blutberberitze (Berberis thunbergii „Atropurpurea“) überzeugt mit ihrem feinen, samtrot schimmernden Laub. Immergrüne Arten tragen häufig derbe, stark glänzende Blätter mit dornigem Rand. Ein gemeinsames Merkmal aller Berberitzen sind die zierlichen, goldgelben bis rötlichen Blüten und die kleinen, roten bis blauschwarzen Beeren. Berberitzen sind sehr schnittverträglich und bevorzugen einen sonnigen Standort. Da die Arten überwiegend relativ klein bleiben, eignen sie sich auch für niedrige Hecken. Der Boden sollte humusreich und nicht zu trocken sein.

Liguster – robust und preiswert

Liguster (Ligustrum vulgare) zählt unbestritten zu den zähsten und pflegeleichtesten Heckenpflanzen. Die heimische Pflanze kommt mit jedem Boden zurecht, wächst sehr schnell und treibt auch nach einem radikalen Rückschnitt üppig wieder aus. Das Laub ist sommer- bis wintergrün, hält aber in den kalten Wintermonaten meist nicht bis zum nächsten Frühjahr durch. Die Sorte „Atrivirens“ hält ihr Laub etwas besser und hat zudem eine attraktive tiefviolette Winterfärbung. Der Ovalblättrige Liguster (Ligustrum ovalifolium) stammt aus Japan und ist wegen seiner größeren, glänzenden Blätter beliebt, wirft bei stärkerem Frost allerdings auch die meisten davon ab. Ligusterhecken sind preiswert. Man kann im zeitigen Frühjahr gut wurzelnackte Jungpflanzen setzen und hat bei guter Pflege nach ein paar Jahren eine dichte grüne Wand.

Kirschlorbeer – immergrünes Mittelmeerflair

Der immergrüne Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) verbreitet mediterranes Flair. Die Pflanze ist nicht mit dem echten Lorbeer, sondern mit Kirsche und Pflaume verwandt. Als beste frostharte Sorte für niedrige Einfassungen gilt die 1,50 m hohe „Otto Luyken“. Für höhere Hecken eignet sich die ebenfalls zuverlässig winterharte „Herbergii“. Die größten Blätter trägt die Sorte „Rotundifolia“, allerdings ist sie eher für wintermilde Gebiete zu empfehlen. Kirschlorbeer ist ein sehr hitze- und trockenheitsverträgliches Gewächs. Er gedeiht auch auf leichten Sandböden und sogar im schattigen Wurzelbereich von Birken und Spitzahorn. Ungepflegte Hecken könne im Herbst bis auf 30 cm über dem Boden zurückgeschnitten werden, sie treiben zuverlässig wieder aus. Für den Formschnitt sollte Sie keine elektrische, sondern eine mechanische Heckenschere verwenden. Die elektrische Schere zerfranst die Blätter, was zum einen nicht schön aussieht und zum anderen eine Eintrittsstelle für Pilze sein kann.

Lebensbaum – völlig blickdicht

Der Lebensbaum (Thuja occidentalis) scheidet die Geister: Dem einen gefällt er, dem anderen verbreitet er zu viel Friedhofsflair. Unumstritten sind seine Qualitäten als Heckenpflanze. Die Thuja ist ein extrem frostharter immergrüner Baum, wenn auch seine braune Winterfärbung anderes vermuten ließe. Er ist zudem unempfindlich gegen starke Winde, was ihn zu einem zuverlässigen Windschutz macht. In kahlen Neubaugebieten wird der Lebensbaum gerne als Sichtschutz gepflanzt, da er in wenigen Jahren absolut blickdichte Hecken bildet. An den Boden stellt die Pflanze eigentlich nur eine Bedingung: Er darf nicht zu trocken sein. Eine Thujahecke sollte regelmäßig geschnitten werden, da sie keinen starken Rückschnitt verträgt.

Eibe – schnittfest und langlebig

Die Eibe (Taxus baccata) ist ein echtes Urgestein: Es gibt über 1000 Jahre alte Exemplare. Somit haben auch Eibenhecken eine hohe Lebenserwartung. Sie lässt sich jedoch beim Wachsen viel Zeit und so können schon ein paar Jahre ins Land gehen, bevor man von einer richtigen Hecke sprechen kann. Wird sie jedoch gut gepflegt und regelmäßig geschnitten, ist sie am Ende so dicht, dass sie im frisch geschnittenen Zustand fast wie eine grüne Wand wirkt. Eibenhecken vertragen einen starken Rückschnitt, brauchen aber lange, bis sie wieder dicht werden. Die Eibe wächst auch noch im tiefsten Schatten und kommt auch mit dem Wurzeldruck großer Bäume gut zurecht. Sie mag keine sauren Böden, ist aber ansonsten anspruchslos. Bedenken sollte man allerdings, dass bis auf das Fruchtfleisch der roten, beerenähnlichen Früchte alle Pflanzenteil extrem giftig für Mensch und Tier sind.

Apfel- oder Syltrose – robuste Schönheit

Die Apfelrose, auch Hagebutte oder Syltrose ist eine äußerst anspruchslose und dabei gerade zur Blütezeit wunderschöne Wildrose, die zum Beispiel auf Steinwällen, hinter Lattenzäunen oder zur Grenzziehung schöne, undurchdringliche bis 1,50 Meter hohe Hecken bildet. Die widerstandfähige und anspruchslose Apfelrose gedeiht auf jedem Boden. Zudem ist sie salz- sowie windverträglich. Sie liebt jedoch wie alle Rosen die Sonne, kommt aber auch mit Halbschatten zurecht. Ihre tiefrosa Blüten erscheinen ab Juni und duften angenehm nach Wildrosen. Im Juli bilden sich die ersten Hagebutten, die später ihre tieforange Farbe erhalten. Die Apfelrose hat feindornige Zweige und dunkelgrüne, sehr stachelige und etwas faltige Blätter, die sie nach einer goldgeben Herbstfärbung im Winter abwirft.

Feldahorn – naturnah mit leuchtender Herbstfärbung

Der Feldahorn (Acer campestre) gehört zu den beliebtesten naturnahen Heckenpflanzen. Er bildet mit den Jahren eine gut verzweigte und dichte Heckenstruktur aus, die besonders während der Nistzeit von Singvögeln geschätzt wird. Auch in der Natur ist der Feldahorn ein wertvoller Nist- und Futterbaum für verschiedene Vogelarten, Nagetiere und Rehwild. Feldahorn hat robuste, grüne Blätter mit rötlichem Strich. Der Austrieb im Frühjahr ist purpurfarben und seine schöne, leuchtend gelbe Herbstfärbung macht ihn zu einer Augenweide. Feldahorn ist gut schnittverträglich. Er ist recht anspruchslos, was die Licht- und Bodenverhältnisse angeht und so gedeiht er auch in schattigen Lagen. Lediglich Staunässe nimmt er übel.

Weißdorn – ökologisch wertvoll

Der Weißdorn (Crataegus monogyna) gehört zu den Heckenklassikern. In England wird der Weißdorn teilweise über Kilometer als Weidezaun gepflanzt, aber auch das heimische Grundstück lässt sich mit diesem naturfreundlichen Zaunersatz wunderbar einfrieden. Er ist besonders schnittverträglich, robust und kommt mit vielen Standorten zurecht. Soll der Weißdorn in Form bleiben, muss er regelmäßig geschnitten werden. Der Strauch eignet sich für streng geschnittene Formhecken und auch nach einem Totalrückschnitt treibt er wieder kräftig aus. Weiße Blüten mit einem intensiven, honigartigen Duft schmücken die Weißdornhecke im Frühjahr und bieten Nahrung für viele Insekten. Der wehrhafte Strauch gewährt zudem mit seinen 2,5 cm langen Dornen Vögeln während der Brutzeit Schutz gegen Nesträuber wie Elstern und Katzen. Im Herbst folgen dann die leuchtend roten Früchte, die wiederum Zierde und Nahrung zugleich bedeuten.


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