Informationen zu unserer Ware

 
 
Was bedeuten eigentlich die Begriffe Wurzelware/ wurzelnackte Pflanzen oder Containerware?
Pflanzen werden in ganz unterschiedlichen „Wurzelverpackungen“ angeboten. Es gibt Containerware, Ballenware oder Wurzelware. Die Baumschule Feldmaus bietet  wurzelnackte Pflanzen (Wirzelware) oder Containerware zum Verkauf an. Die Bezeichnung „wurzelnackt“ bedeutet, dass die Pflanzen ohne Erdballen um die Wurzel geliefert werden, die Wurzeln also sozusagen "nackt" sind. Container ist der Fachbegriff für einen Blumentopf. Containerware sind also Pflanzen, die in einem Topf geliefert werden. Die Baumschule-Feldmaus liefert teilweise in sog. Schmuckcontainern, das sind farbige Kunststoff-Töpfe, in denen man die Pflanzen ggf. auch hübsch verschenken kann. Bei Containerware wird die "Größe" der Pflanzen durch den Container-Inhalt in Liter angegeben. Denn im Container ist reghelmäßig die ganze Erde durchwurzelt, so dass die Größe des Containers der entscheidende Hinweis auf den Umfang des Wurzelwerks und damit Größe und Alter der Pflanze gibt.


Was ist der Vorteil von wurzelnackten Pflanzen?

Preis
Der unschlagbare Vorteil von wurzelnackten Pflanzen ist: Sie sparen richtig viel Geld, denn wurzelnackte Pflanzen sind im Einkauf viel günstiger als vergleichbare Pflanzen.

Transport
Wurzelnackte Pflanzen haben ein sehr geringes Eigengewicht, das selbst bei hohen Stückzahlen einen günstigen Standartversand zulässt. Und da nicht extra ein Spediteur beschäftigt werden muss, sondern die Pflanzen einfach mit der Post verschickt werden können, fällt der Transport nicht großartig zu Lasten der Umwelt.
 
Handhabung
Das oben genannte Eigengewicht schlägt sich auch in der Handhabung nieder! Durch das geringe Gewicht fällt es Ihnen leichter, selbst größere Mengen an Pflanzen bis in die letzte Ecke des Gartens zu tragen.
 
Erdbewegung
Für wurzelnackte Pflanzen müssen Sie nicht so große Pflanzlöcher graben! Das mag bei einer oder zwei Pflanzen nicht so sehr ins Gewicht fallen – wenn Sie jedoch 50 kleine Bäume pflanzen oder eine längere Hecke pflanzen wollen, macht sich das auf jeden Fall bemerkbar. 
 
Anwachsrate
Wurzelnackte Pflanzen machen im ersten Jahr kein starken Zuwachs, seien Sie aber versichert, dass die Pflanzen sich bester Gesundheit erfreuen. Durch das Roden auf dem Feld haben die Pflanzen einen „Schock“ erfahren, der sie im ersten Jahr etwas schwächer wachsen lässt. Durch diesen Schock aber ist die Pflanze im Jahr des Anwachsens besser in der Lage etwaige Widrigkeiten zu überstehen als mit maximalem Zuwachs. Nachdem Ihre Pflanze „Fuß gefasst“ hat kann sie sich selbst ernähren und zeigt ein besonders freudiges Wachstum!

 
Vorteile von Containerware

Wir von der Baumschule Feldmaus, haben uns überlegt, Ihnen und Ihren Wünschen einen weiteren Schritt entgegen zu kommen! Wir haben unser Sortiment von wurzelnackten Pflanzen daher um besonders robuste Containerpflanzen ergänzt.
Was bedeutet das für Sie als Gartenbesitzer und Pflanzenliebhaber?
Für Pflanzen im Allgemeinen gibt es „typische“ Pflanzzeiten. Bislang musste man sich an diese Zeiten halten. Mit der Containerpflanze aber bestimmt nicht mehr die Natur den Pflanzzeitpunkt sondern Sie! Mit ihrem kompletten Wurzelballen ist die Pflanze in der Lage, auch zu ungünstigen Zeitpunkten, z.B. direkt nach der Pflanzung im Juli, ihre Versorgung sicherzustellen. Als kleiner Tipp an Sie: Pflanzen Sie doch im Sommer blühende Gehölze, Stauden und Sommerblumen von uns aus dem Topf in einen Pflanzkübel oder ein ähnliches Gefäß! Die Insektenwelt wird sich freuen und Sie haben eine schöne Kulisse. Ganz nebenbei erwähnt sind diese bepflanzten Kübel o.ä. ja auch noch transportabel. Sie können sie an jeden nur erdenklichen Ort in Ihrem Zuhause bewegen und sind somit nicht ganz so festgelegt, was Ihre Gestaltung des Eigenheims angeht!
Unsere Containerpflanzen haben wir für Sie immer mit einem "Co." hinter der Liefergröße gekennzeichnet.


Was muss ich bedenken, wenn ich Pflanzen bei der Feldmaus bestelle?
Wurzelnackt:
Wenn Ihre wurzelnackten Pflanzen bei Ihnen eingetroffen sind, packen Sie sie am besten erst einmal aus, damit sie „atmen“ können. Sollten Sie nicht gleich die Möglichkeit haben, die Pflanzen einzusetzen, weil Ihnen die Zeit fehlt oder der Boden ungeeignet ist, schützen Sie sie vor allen Dingen vor dem Austrocknen. Wurzelnackte Pflanzen mögen absolut keine Trockenheit!
Container:
Packen Sie die Pflanzen, wie bei Wurzelware, erst einmal aus dem Karton und der Folie aus. Sollten sich auch hier Zeitprobleme einstellen, ist das nicht weiter schlimm! Sie parken Ihre Pflanze einfach an einem Ort, der windgeschützt und dunkel ist. Von Zeit zu Zeit sollten Sie noch an die Befeuchtung des Wurzelballens mit Wasser denken und das war es schon!

Lagerung von wurzelnackten Pflanzen

Zum Lagern der Wurzelware können Sie sehr gut die Folie nutzen, in der  die Pflanzen eingewickelt sind, wenn Sie Ihnen von  der Baumschule-Feldmaus zugeschickt werden. Dazu entfernen Sie die Folie erst mal komplett von den Pflanzen und feuchten die Wurzeln gut an. Danach wickeln Sie die Folie nur um die Wurzeln (!) wieder herum.  
Sie können die Wurzelware auch „einschlagen“, d.h. die Pflanzen werden provisorisch mit Erde bedeckt, damit sie sich wieder mit Wasser und Nährstoffen versorgen können. Dazu graben Sie ein Loch, in das Sie die Pflanzenbündel hineinstellen und diese soweit wieder mit Erde zuschütten, bis die Wurzen und noch einige Zentimeter darüber mit Substrat bedeckt sind.
Sie können die Pflanzenbündel auch an einen wind- und zugluftgeschützten Platz legen und die Wurzeln mit feuchten Lappen oder Tüchern bedecken. Die Tücher müssen auf jeden Fall feucht gehalten werden, indem man sie täglich mit einer Gießkanne ein bisschen begießt. Insgesamt ist Lagerung also möglich, nur sollten Sie diese nicht übermäßig weit ausdehnen und regelmäßig nach Ihren Pflanzen schauen.
 
Lagerung von Containerpflanzen
Wie bei der kurzzeitigen Aufbewahrung gilt es bei Containerpflanzen zu bedenken, dass die Pflanzen ordentlich über die Zeit des Lagerns gepflegt werden sollten. Denn auch unsere robusten Containerpflanzen sind Lebewesen, denen hin und wieder Zuwendung nicht fehlen darf! Wählen Sie einen dunklen Platz, der vor Wind geschützt ist. Hierfür eignen sich besonders gut Mauerecken die windgeschützt stehen oder aber auch der einfache Schuppen hinter dem Haus. Achten Sie darauf,  dass der Wurzelballen stets etwas feucht ist. Falls es Ihnen nicht möglich ist diesen Standort zu stellen können Sie, wie bei der Wurzelware beschrieben, einen feuchten Lappen o.ä. um den Topf legen.

Wieviel Abstand muss ich zwischen den Pflanzen lassen?
Pflanzabstände sind individuell und richten sich im Wesentlichen danach, was Sie mit Ihrer Pflanzung erreichen möchten. Geht es Ihnen um einen schnellen, blickdichten Schutz, können und müssten Sie mehr Pflanzen pro Meter setzen, als wenn Sie nur eine lockere Begrünung planen. 
Als Faustformel kann man sagen, dass Pflanzen der Größe 50-80 cm mit ca. 4-5 Pflanzen pro Meter gepflanzt werden können. Bei Pflanzgrößen von 80-120 cm sind es nur ca. 3-4 Pflanzen pro Meter.

Wie muss der Boden bei der Pflanzung vorbereitet werden?
Schaffen Sie vor allem gute Startbedingungen für Ihre Pflanzen! Das beginnt bereits mit dem Boden. Nehmen Sie sich ein paar Minuten Zeit und schauen Sie sich Ihren Boden erst einmal gut an. Nehmen Sie ein bisschen Bodenerde in die Hand: Ist der Boden eher lehmig (schmiert in der Hand gelblich/bräunlich ohne festere Steinpartikel) können Sie diesen mit Sand ein bisschen durchlässiger machen. Am besten geeignet ist allerdings der humose Boden (fast wie Blumenerde), hier haben Pflanzen "freie Fahrt".
Jeden Boden kann man mit Eingabe von etwas Torf oder Pflanzerde verbessern und in jedem Fall sollten Sie Ihren Boden vor dem Pflanzen etwas  durchlockern. Dies gilt besonders dann, wenn Sie ein Neubaugrundstück bepflanzen und die Baumaßnahmen den Boden verdichtet haben.

Wann sollte ich meine Pflanzen nicht pflanzen?
Wenn der Boden steinhart gefroren ist, lohnt die Mühe des Aufhackens nicht! Wurzeln mögen nicht mit gefrorenen Erdbrocken bedeckt werden. Ein guter Bodenschluss – sprich eine gute Verbindung zwischen Wurzeln und Erdreich – sollte immer gewährleistet sein. Auch wenn der Boden nach langem Regen absolut durchnässt und mit matschigen Pfützen bedeckt ist, ist keine gute Pflanzzeit, denn dann kann es zu einer ungewollten Wurzelfäule kommen, da die Wurzel durch fehlenden Sauerstoff „erstickt“ und abstirbt.
 
 Was hilft wurzelnackten Pflanzen beim Anwachsen?
Nach dem Einsetzen der Pflanzen sollten Sie diese um 20-30% zurückschneiden, denn wurzelnackte Pflanzen verlieren beim Roden Wurzelmasse, was durch den Rückschnitt wieder ausgeglichen werden kann. Die Pflanze hat dann nichtmehr so viel Blatt- und Triebmasse zu versorgen.
Was hilft Containerpflanzen beim Anwachsen?
Bevor man die genügend gewässerte Pflanze in den Boden einsetzt kann man den Wurzelballen leicht einreißen bzw. mit einem Messer oder einer Schere anritzen. Dies fördert das Wachstum der Feinwurzeln mit der sich die Pflanze ernährt. Hierbei gilt es aber zu beachten, dass nur die äußeren kleinen Wurzeln verletzt werden! Wie bei den wurzelnackten Pflanzen gilt es auch bei den Containerpflanzen. Die Triebe sollten um ca. 25% eingekürzt werden, damit die Pflanze es leichter hat anzuwachsen, da sie weniger Biomasse zu versorgen hat.
 
Muss ich meine Pflanzen gleich am Anfang düngen?
Grundsätzlich nicht, aber eine kleine (!) Gabe beim Einpflanzen ist natürlich möglich. Ein natürlicher Langzeitdünger wie Hornspäne hat sich hier bewährt. Nach einigen Wochen, wenn der „Alltag“ bei den Pflanzen beginnt, kann eine weitere kleine Gabe sinnvoll sein. Also bitte nicht nach der alten (und falschen!) Gärtnerweisheit „viel hilft viel“ handeln!

 
 Wie gehe ich am besten bei der Pflanzung vor? - Kurzanleitung -
 
  • Heben Sie ein nicht zu kleines Pflanzloch aus (die Wurzeln sollten ausreichend Platz darin haben) und lockern Sie den Grund der Pflanzgrube bei Bedarf auf.
  • Wässern Sie Ihre wurzelnackten Sträucher und Containerpflanzen vor dem Pflanzen, in dem Sie sie für ca. ca. ½ Stunde in ein Wasserbad stellen.
  • Verbessern Sie den Boden/Aushub rund um das Pflanzloch bei Bedarf mit etwas Sand oder hochwertiger Pflanzerde.
  • Geben Sie eine kleine Menge Langzeitdünger (z.B. Hornspäne) mit in die Pflanzgrube
  • Stellen Sie das Gehölz tief genug und zentriert ins Pflanzloch, damit alle Wurzeln am Ende im Boden sind.
  • Füllen Sie das Loch mit dem Aushub auf und drücken Sie die Erde mit dem Fuß an.
  • Danach sollte die Stelle mit Hilfe eines Gartenschlauches satt eingeschlemmt werden.
  • Achten Sie in den nächsten Wochen auf einen ausreichend feuchten Boden, wobei das Gießen witterungsorientiert sein sollte - immergrüne Gehölze benötigen auch im Winter ausreichend Feuchtigkeit, weil sie diese laufend über die Blätter verdunsten!


Gibt es Dinge rund ums Pflanzen, die ich wirklich unterlassen sollte?
Mit ein paar Regeln, die es beim Pflanzen von Wurzelware zu beachten gilt, sind Anwachsschwierigkeiten größtenteils zu vermeiden.

1.    Zunächst mögen Ihre Pflanzen nicht austrocknen! 
Sie müssen also nach der Ankunft ausgepackt werden und die Wurzeln zumindest erst mal mit einem feuchten Tuch, zum Beispiel mit einem alten Handtuch abgedeckt werden. Noch besser wäre es, die Wurzeln der Pflanzen vorläufig einzugraben, Dazu gräbt man ein flaches Loch und stellt die Pflanzen im Bündel so hinein, dass mit dem Erdaushub die Wurzeln bedeckt werden können.

2.     Pflanzen mögen nicht in einen zu matschigen Boden eingegraben werden! 
Nach längeren Regenfällen und matschiger Erde also lieber ein paar Tage warten bis die Erde zwar feucht, aber nicht mehr klebrig-nass ist.

3.    Nach dem Auspflanzen brauchen Ihre Pflanzen Wasser!
Gerade wenn Sie ihre Pflanzen in sehr trockene Erde gepflanzt haben, müssen Sie sie in den ersten Tagen regelmäßig gießen. Und dabei reichen nicht ein paar Strahlen aus der Gießkanne, sondern ein paar Eimer mit Wasser oder besser noch der Gartenschlauch dürfen es schon sein.

4.    Und dann möchten Ihre Pflanzen nicht vergessen werden!
Punkt 3 sollten Sie - natürlich je nach Witterung - ein paar Wochen lang beherzigen. Danach haben Sie angewachsene Pflanzen, die sich außer bei extremer Trockenheit regelmäßig selbst versorgen können und keine spezielle Pflege mehr benötigen.